Ideen, Visionen und Konzepte

»Im Anfang war die Idee.«

Die Idee, vielleicht auch das Skelett eines Konzepts stehen immer ganz am Anfang eines Projekts. Und es gibt einige solcher Konzepte, die über die Zeit reifen und wachsen, sich verändern und manchmal zu etwas ganz anderem werden. 

Aber ohne Vision geht es nicht — das Projekt bliebe dann nur eine leere Hülle. 

 

Hier einige Projekte — manche von ihnen komplett ausgeführt, andere noch in den Kinderschuhen — die als Kraut oder Unkraut auf unserem Boden gewachsen sind oder noch wachsen. 

Getting things done without getting the word out

Text von Frank Hellenkamp

Arbeit

Es ist sehr sehr lange her, dass ich es geschafft habe, hier einen Artikel zu veröffentlichen. Der Grund ist nicht, dass es nichts zu erzählen gäbe. Aber wir arbeiten so viel, dass in der Regel leider einfach keine Zeit bleibt, darüber zu schreiben. Weshalb? Nun. Es wartet immer schon das nächste Projekt, das so schnell wie möglich fertig werden möchte. 

 

Ich bin mir auch sicher, dass wir nicht die einzigen sind, denen es so geht: Eine Menge Freelancer und kleinere Agenturen, die ich kenne, schaffen es nicht regelmäßig zu kommunizieren, an was sie gerade arbeiten. Manche schreien statt dessen einfach auf Twitter oder Facebook. Ich muss aber zugeben, dass ich ungern prahle. Nichtsdestotrotz denke ich, das manche Dinge es aber auf jeden Fall wert sind, gesehen zu werden. 

 

Ich wollte darüber schon vor... nun... vor mehr als einem Jahr schreiben. 

Das soll sich ändern – Ab heute! 

Woran arbeiten wir denn nun?

Als erstes, Screen Pitch: 

Screen-Pitch ist eine Online Plattform, die es Drehbuchautoren ermöglicht, Produzenten ihre Ideen als Video-Pitche vorzustellen. Von Linus Foerster gegründet, haben Ben und ich screen-pitch.com auf der Basis von depage-cms umgesetzt. 

 

Hier könnt ihr Euch den Pitch für Screen Pitch ansehen. 

Rekursives CSS

Text von Frank Hellenkamp

Cascading Stylesheets und Rekursion

In der wenigen übrig bleibenden Zeit, teste ich gerne kurz verschiedene Ideen und Konzepte aus, über die ich während des Arbeitens stolpere. Eines davon ist, Stylesheets für Elemente rekursiv anzuwenden bzw. grafische Strukturen, die sich in Programmiersprachen mit rekursiven Strukturen ergeben, mit Hilfe von CSS zu simulieren. 

 

Das geht in dieser Form, da alle mit CSS (Cascading!) formatierten Elemente Eigenschaften ihrer Elternelemente erben und weil relativ und absolut positionierte Elemente ihren Fixpunkt an dem jeweiligen relativ oder absolut positionierten Elternelement festmachen. 

(Es ist auch eine Live-Vorschau der Beispiele verfügbar: http://sandbox.depage.net/css-recursion/ — man braucht aber einen modernen Browser, um einige Beispiele korrekt dargestellt zu bekommen.) 

Das grundlegende Markup

Immer das Gleiche.

Text von Frank Hellenkamp

Lesen? Im Internet?

Es wird wahnsinnig viel am Bildschirm gelesen: Emails, News, Blogs, Nachschlagewerke. Doch Literatur am Bildschirm ist immer noch ein Stiefkind im Internet (obwohl es schon einige Versuche dazu gegeben hat). 

 

Doch die Dinge, die sich einigermaßen erfolgreich sind, gehören vielfach dem Genre "Fan-Fiction" an, der vom gestandenen Kulturbetrieb klassischerweise nicht ernst genommen wird. »Literaturtechnisch« ist dies korrekt, als gesellschaftliches Phänomen wohl eher nicht. 

 

Die Zeit hat kürzlich in einem Dossier lamentiert, dass zu wenig gelesen wird, und dazu noch die Lesekompetenz schwinden würde. Sogar Bücher von Astrid Lindgren müssten vereinfacht werden, um in manchen Schulen noch gelesen werden zu können.  

 

Man kann das ernst nehmen oder übertrieben als Kulturkrieg abtun, der schon zu jeder Zeit in irgendeiner Form geführt wurde. Oder man macht einfach das, was pragmatisch am sinnvollsten sein mag. Lesen und Schreiben, etwas für die eigene Sprachkompetenz tun und wenn möglich auch noch ein wenig auf andere dabei abfärben. 

Es ist immer das Gleiche.

Mit immerdasgleiche.de nun also mein eigener bescheidener Versuch, Menschen dazu zu bringen, sich Zeit zu nehmen, einen Moment zu verweilen und nicht nur schnell überfliegbare Information, sondern wirkliche Sprache wahrzunehmen, zu lesen und zu empfinden. 

 

Die Texte: In der Regel kurz (ich nenne sie »shorties«) bis zu maximal mittellang wie in »Das Hospiz«

 

Das Layout: Möglichst einfach, schwarz auf weiß, mit einer zurückhaltenden Navigation, komplett skalierbar und versehen mit speziellem Print-Stylesheet, so dass sich die einzelnen Texte auch bequem ausdrucken lassen. 

 

Dazu ein paar online-spezifische Features: 

alony // lights on/off video

Text von Frank Hellenkamp

Für die gleiche Band, für die wir schon die Ehre hatten, das Packaging zu machen, haben wir nun auch ein Video umgesetzt. Das Video basiert komplett auf Fotomaterial und den Illustrationen, die auch schon im Booklet verwendet wurden. Die Animation selbst wurde in Flash umgesetzt und von dort als Video exportiert. 

Die Startsequenz

Alony Lights On/Off StartsequenzDer Anfang des Videos auf Basis des Covers für Dismantling Dreams

Das Video startet mit einer 16:9-Variante des Coverbildes des Albums. Dann fangen die illustrierten Traumelemente an zu leben, die weiße Fläche ersetzt den "realen" Hintergrund und der "Protagonist" des Videos macht sich auf den Weg durch die Traumwelt: 

Er begegnet mehreren anderen Charakteren (einem Nachbar; einem Mann, der einem Kind die Leviten ließt; mehrern Kamelen; Oskars Blechtrommel; seiner großen Liebe, die er schweren Herzens verlassen muß etc.). Auf dem Weg fällt er mehrmals, bis er zum Schluß endlich lernt zu fliegen. 

 

alony // dismantling dreams

Text von Frank Hellenkamp

Songs and Soundscapes

Alony ist eine Band bestehend aus Efrat Alony (Gesang), Mark Reinke (Piano, Electronics) und Christian Thome (Schlagzeug, electronics), für die ich die Ehre hatte, Cover und Booklet ihrer neuen CD Dismantling Dreams zu gestalten. 

 

Zunächst war das Booklet als eine Art »kleines Buch« geplant.

Das Booklet der CD war zunächst als kleines Buch angedacht. Es sollte den Hörer — parallel zur Musik — auf eine kleine Reise in eine andere Welt mitnehmen (Dismantling Dreams), wobei dies als Freilegen mehrerer Ebenen geschehen sollte. Als Basis für die einzelnen Ebenen waren jeweils die Songs gedacht.  

 

Jede Ebene sollte den Hörer ein wenig weiter mit in neue Erfahrungsräume nehmen und den Rahmen einer eigenen »Erzählung« bilden. Das Booklet sollte die Musik auf optischer und haptischer Ebene erfahrbar machen. Insofern war es uns sehr wichtig, dass das Booklet fühlbar und spürbar und als wirklicher Gegenstand wahrgenommen würde, den man in der Hand halten oder sich aufstellen kann. 

 

Dies scheint uns aus zweierlei Gründen sehr wichtig: 

Every Day is Exactly the Same.

Text von Frank Hellenkamp

Wir leben in einer Box.

Oder besser — wir leben in mehreren Boxen. Klein und groß, offen und geschlossen, manche von ihnen haben Löcher und andere sind finster, wie in einem Maulwurfshügel. 

Eine dieser Boxen ist mein Computer. Er hat ein kleines Loch durch das man die Welt sehen kann — manche nennen es das World Wide Web — aber wenn man darüber nachdenkt, dann ist es in Wirklichkeit nur eine Anzahl weiterer Boxen, in die man schaut. 

Meine Box.

Everydayisexactlythesame.net ist ein Versuch meine eigene Box zu visualisieren. Alle fünf Minuten wird automatisch ein Screenshot erstellt. Und am Ende eines Tages wird dann das Durchschnittsbild für den jeweiligen Tag errechnet.  

 

Hier als Beispiel der Durschnitt für den 01. Januar 2009 — ein Tag voller Arbeit in Flash (Animation) und an mehreren Webseiten und zusätzlich noch ein wenig Zeit in dem Spiel The World of Goo

 

Da nur der Durschnitt (average) wenig aussagekräftig wäre — es wäre einfach nur ziemlich mittelgrau — werden zusätzlich noch weitere Versionen des gleichen Bildes berechnet: