Interface Design und andere Formen der Gestaltung

Design [dɪˈzaɪn]

Design ist einer der Schritte von den Idee zur Umsetzung. Und das kann in diesem Fall natürlich Vieles heißen: Vom Layout und der grafischen Ausgestaltung einzelner Elemente, von Farben, Formen und Stilen bis zur Gestaltung der Schnittstelle Mensch—Maschine (sprich Interface Design). Von Design wird aber auch bei der Konzeption einer API gesprochen oder vom "Datenbankdesign" (siehe development). 

 

Für uns bedeutet Design vor allem die Ausgestaltung interaktiver Prozesse, wie bei Internetseiten, Software, interaktiven Systemen, iPhone und iPad Apps aber auch in Bewegtbild und medialer Kommunikation. 

Viel freier Raum für Text

Text von Frank Hellenkamp

Weil Text Liebe braucht:

textfreiraum.de ist online! 

 

textfreiraum ist ein Redaktionsbüro, das sich die Freiheit nimmt, weitgehend unabhängig von Vorgaben Artikel, Features und Kommentare zu schreiben. Wir durften für textfreiraum die Website gestalten. Da textfreiraum von Text lebt und durch Text atmet, war ein Layout vonnöten, das den Texten ebenfalls den benötigten Raum bietet. 

Der Inhalt: Texte über Design

Inhaltlich besteht textfreiraum aus drei Grundelementen:  

iPhone Optimierung und »mobile web«

Text von Frank Hellenkamp

Mobiles Internet

Ebenso wie das Mediums "Internet" in den 90ern durch die Verbreitung von PCs immer wichtiger geworden ist, tritt heute der mobile Zugriff auf das Internet immer stärker in der Vordergrund. Auch wenn Apple mit dem iPhone nur einen recht kleinen Marktanteil an allen Mobiltelefonen hat, dominiert es doch zusammen mit Google Android den mobilen Internettraffic

Dies liegt vor allem daran, dass man am iPhone und unter Android dank Webkit eine recht gute Darstellung von normalen, nicht für die mobile Darstellung optimierten Internetseiten hat — was unter anderen mobilen Browsern nur sehr schlecht gelöst war.  

depage.net in der mobilen Darstellung im iPhone

Da das iPhone bisher noch das wichtigste bzw. bekannteste Mobile Endgerät ist, haben wir uns entschieden, depage.net und depagecms.net für die Darstellung am iPhone zu optimieren. 

Immer das Gleiche.

Text von Frank Hellenkamp

Lesen? Im Internet?

Es wird wahnsinnig viel am Bildschirm gelesen: Emails, News, Blogs, Nachschlagewerke. Doch Literatur am Bildschirm ist immer noch ein Stiefkind im Internet (obwohl es schon einige Versuche dazu gegeben hat). 

 

Doch die Dinge, die sich einigermaßen erfolgreich sind, gehören vielfach dem Genre "Fan-Fiction" an, der vom gestandenen Kulturbetrieb klassischerweise nicht ernst genommen wird. »Literaturtechnisch« ist dies korrekt, als gesellschaftliches Phänomen wohl eher nicht. 

 

Die Zeit hat kürzlich in einem Dossier lamentiert, dass zu wenig gelesen wird, und dazu noch die Lesekompetenz schwinden würde. Sogar Bücher von Astrid Lindgren müssten vereinfacht werden, um in manchen Schulen noch gelesen werden zu können.  

 

Man kann das ernst nehmen oder übertrieben als Kulturkrieg abtun, der schon zu jeder Zeit in irgendeiner Form geführt wurde. Oder man macht einfach das, was pragmatisch am sinnvollsten sein mag. Lesen und Schreiben, etwas für die eigene Sprachkompetenz tun und wenn möglich auch noch ein wenig auf andere dabei abfärben. 

Es ist immer das Gleiche.

Mit immerdasgleiche.de nun also mein eigener bescheidener Versuch, Menschen dazu zu bringen, sich Zeit zu nehmen, einen Moment zu verweilen und nicht nur schnell überfliegbare Information, sondern wirkliche Sprache wahrzunehmen, zu lesen und zu empfinden. 

 

Die Texte: In der Regel kurz (ich nenne sie »shorties«) bis zu maximal mittellang wie in »Das Hospiz«

 

Das Layout: Möglichst einfach, schwarz auf weiß, mit einer zurückhaltenden Navigation, komplett skalierbar und versehen mit speziellem Print-Stylesheet, so dass sich die einzelnen Texte auch bequem ausdrucken lassen. 

 

Dazu ein paar online-spezifische Features: 

Pop-Up-The-Bathroom

Text von Frank Hellenkamp

10 Badtrends

Bei Pop-Up-The-Bathroom geht es um die Visualisierung von 10 Badtrends. Das Projekt entstand zur ISH im Auftrag des VDS in Zusammenarbeit mit FAR_consulting, Karsten Jipp und Verena Landgraf

Verena Landgraf hat die 10 Badtrends in Einzelbildern illustriert. Auf dieser Basis war unsere Aufgabe, diese interaktiv für die Verwendung im Internet und zur automatischen Präsentation auf der ISH aufzubereiten. 

Um den 2D-basierten Illustrationen etwas mehr Räumlichkeit zu verleihen, fiel die Entscheidung, diese Räume in "Quasi"-3D-Räume umzusetzen. Eine richtige 3D-Umsetzung wäre innerhalb des Zeitrahmes nicht möglich gewesen, hätte vor allem aber auch den zweidimensionalen Charakter der Illustrationen zerstört. 

 

Folgende Trends wurden illustriert: 

Die Umsetzung

alony // dismantling dreams

Text von Frank Hellenkamp

Songs and Soundscapes

Alony ist eine Band bestehend aus Efrat Alony (Gesang), Mark Reinke (Piano, Electronics) und Christian Thome (Schlagzeug, electronics), für die ich die Ehre hatte, Cover und Booklet ihrer neuen CD Dismantling Dreams zu gestalten. 

 

Zunächst war das Booklet als eine Art »kleines Buch« geplant.

Das Booklet der CD war zunächst als kleines Buch angedacht. Es sollte den Hörer — parallel zur Musik — auf eine kleine Reise in eine andere Welt mitnehmen (Dismantling Dreams), wobei dies als Freilegen mehrerer Ebenen geschehen sollte. Als Basis für die einzelnen Ebenen waren jeweils die Songs gedacht.  

 

Jede Ebene sollte den Hörer ein wenig weiter mit in neue Erfahrungsräume nehmen und den Rahmen einer eigenen »Erzählung« bilden. Das Booklet sollte die Musik auf optischer und haptischer Ebene erfahrbar machen. Insofern war es uns sehr wichtig, dass das Booklet fühlbar und spürbar und als wirklicher Gegenstand wahrgenommen würde, den man in der Hand halten oder sich aufstellen kann. 

 

Dies scheint uns aus zweierlei Gründen sehr wichtig: 

Every Day is Exactly the Same.

Text von Frank Hellenkamp

Wir leben in einer Box.

Oder besser — wir leben in mehreren Boxen. Klein und groß, offen und geschlossen, manche von ihnen haben Löcher und andere sind finster, wie in einem Maulwurfshügel. 

Eine dieser Boxen ist mein Computer. Er hat ein kleines Loch durch das man die Welt sehen kann — manche nennen es das World Wide Web — aber wenn man darüber nachdenkt, dann ist es in Wirklichkeit nur eine Anzahl weiterer Boxen, in die man schaut. 

Meine Box.

Everydayisexactlythesame.net ist ein Versuch meine eigene Box zu visualisieren. Alle fünf Minuten wird automatisch ein Screenshot erstellt. Und am Ende eines Tages wird dann das Durchschnittsbild für den jeweiligen Tag errechnet.  

 

Hier als Beispiel der Durschnitt für den 01. Januar 2009 — ein Tag voller Arbeit in Flash (Animation) und an mehreren Webseiten und zusätzlich noch ein wenig Zeit in dem Spiel The World of Goo

 

Da nur der Durschnitt (average) wenig aussagekräftig wäre — es wäre einfach nur ziemlich mittelgrau — werden zusätzlich noch weitere Versionen des gleichen Bildes berechnet: